180kg Topinambur gepflanzt

Projekt: Sonderkulturen - Steigerung der ackerbaulichen Wertschöpfung

Topinambur-Kultur
© Foto: Renate Schraml

Mitte bis Ende April ist Topinambur-Pflanzzeit. Die Knollen, die über den Winter in den Biofeldern von Öko-Modellregionsmanager Günther Erhardt schlummerten, wurden diese Woche bei diversen Kleingärtnern, Obst- und Gartenbauvereinen und sogar für Topfkulturen auf dem Balkon ausgefahren.

Insgesamt 180 kg Topinamburknollen waren für die dritte Topinambur-Pflanzaktion der Öko-Modellregion Steinwald bestellt und wurden dieses Jahr ausnahmsweise direkt an die Haustüre geliefert. Dieses Jahr wurde die Aktion auch zum ersten Mal im gesamten Landkreis Tirschenreuth durchgeführt zusammen mit der neuen Öko-Modellregion Stiftland und deren Projektmanagerin Lisa Hertel. Gleich mitgeliefert bekamen die eifrigen Pflanzer eine extra Pflanzanleitung und ein Rezeptblatt für die Verwendung der geernteten Knollen.

Die Sonderkultur Topinambur ist relativ problemlos im Anbau - im Garten genauso wie auf dem Bio-Acker. Die essbaren Knollen können roh und gekocht verzehrt werden, passen genauso gut zu deftigen wie zu süßen Speisen. Einziger Nachteil - die geringe Lagerfähigkeit. Auch Versuche zur Haltbarmachung scheiterten bereits. Vereinzelte Produkte aus Topinambur gibt es in der Öko-Modellregion Steinwald allerdings trotzdem: Topinamburnudeln und Topinamburbrot zum Beispiel. Und von den vielen Pflanzungen in Gärten, auf kommunalen Flächen oder in Vereinen profitieren nicht nur menschliche Schleckermäuler sondern auch viele Insekten.

23.04.2020

Regionen: Steinwald-Allianz, Stiftland