Mehr Bio und mehr regional: Ostallgäuer Küchenchefs von Senioren- und Pflegeheimen werden gecoacht

Bio-Regio Coaching der Öko-Modellregion Ostallgäu und Günztal

Bio-Regio Coaching
© Daniel Delang

„Bei uns sind sogar die Dozenten regional!“, freut sich Alexandra Hiebl vom Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung. Sie lud gemeinsam mit den Öko-Modellregionen Ostallgäu und Günztal zum Auftakt des Bio-Regio Coachings nach Kaufbeuren. Ihr war es gelungen, den international tätigen Bio-Spitzenkoch Alfred Fahr für die Schulung zu gewinnen. Fahr ist gebürtiger Frankenhofener und ließ sich vor einigen Jahren wieder im Ostallgäu nieder.

Auftakt mit Bio-Spitzenkoch
Zum Auftakt des Coachings hatte das Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Augsburg gemeinsam mit den Öko-Modellregionen Ostallgäu und Günztal geladen. Beim ersten Treffen ging es darum, den Leiter*innen der Senioren- und Pflegeheime des Landkreises Ostallgäu Buchloe, Waal und Obergünzburg, die grundsätzlichen Vorteile und Möglichkeiten des Einsatzes von regionalen Bio-Produkten in Großküchen aufzuzeigen. Im nächsten Schritt geht der Coach Alfred Fahr direkt in die Großküchen der Einrichtungen und erarbeiten dort mit den Küchenchefs vor Ort konkrete Konzepte zur Umstellung.


Kreisausschuss beschließt mehr regional und bio
Anlass des Coachings war der vom Ausschuss für Kreisentwicklung und Umwelt gefasste Beschluss, künftig mehr biologische und/oder regionale Produkte in landkreiseigenen Einrichtungen einzusetzen. Ziel ist es biologische Produkte aus der Region nachhaltig zu fördern und Nachfrage zu generieren. „Hier müssen alle Beteiligten zusammenarbeiten – Erzeuger und Kunden. So können wir Bio-Produkte in unserer Region produzieren, die auch Abnehmer haben.“, erklärt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Ein weiterer Schritt, um das vom Bayerischen Kabinett beschlossene Langzeitziel mit dem Titel BioRegio 2030, d.h. bis 2030 sollen 30 % der landwirtschaftlichen Fläche in Bayern ökologisch bewirtschaftet werden, zu verwirklichen.

Öko-Modellregion Ostallgäu
Was die Region hier schon alles zu bieten hat, wurde den Teilnehmer*innen am Ende der Schulung mit Produktproben von Bio-Landwirten und Bio-Verarbeitern vorgestellt. Darunter zum Beispiel Käse von der Käserei Stich, Gemüse vom Grasserhof Aitrang, Müsli und Kekse von den Wertachtal Werkstätten. Aus der Partner Öko-Modellregion Günztal brachte die Projektleiterin Rebecca Schweiß, Bio-Joghurt vom Biohof Lerf Ottobeuren und Bio-Kaffeesahne von der Firma Saliter aus Obergünzburg mit. Die Teilnehmer*innen waren begeistert von Vielfalt und Qualität. Bestens informiert und voll neuer Ideen und Anregungen freuen sie sich auf die nächsten 6 Monate Coaching und künftig mehr regionalen Bio-Produkten in ihren Küchen.

An dieser Mitteilung hat Anne Roth, freie Journalistin, wesentlich mitgewirkt. Sie unterstützt in Zukunft die Öffentlichkeitsarbeit der Öko-Modellregion Ostallgäu.

30.11.2020

Region: Ostallgäu