Ernährungssicherheit und regionaler Biomarkt

Resilienz, Diversifizierung, Extensivierung und Bio-Regionalvermarktung

Regionales Bio-Gemüse im Kulturraum Ampertal

Bio-Gemüse Ökokiste Kirchdorf
© Daniel Delang

Allgemein:
Global betrachtet liegt Deutschland in einer besonders privilegierten Zone für die Agrarwirtschaft und hat optimale Bedingungen die Bevölkerung, auch unter Berücksichtigung notwendiger Klimaschutzmaßnahmen, mit der eigenen Lebensmittelproduktion zu versorgen. Eine regionale Eigenversorgung insbesondere mit Bio-Lebensmitteln unterstützt nicht nur Landwirte und fördert die Wirtschaft, sondern schont auch die Umwelt und beugt der Ausbeutung anderer Länder vor.

Insbesondere in Krisenzeiten wird die Resilienz der regionalen und ökologischen Lebensmittelproduktionen eminent wichtig, um die globalen Nachhaltigkeitsziel „kein Hunger“, „nachhaltiger Konsum/Produktion“ und „Maßnahmen zum Klimaschutz“ nicht aus den Augen zu verlieren. Dafür ist neben einer starken und nachhaltigen Lebensmittelproduktion aber auch unser Ernährungsverhalten ausschlaggebend. Neben der Vermeidung von Lebensmittelabfällen wird die Reduktion tierischer Lebensmittel - insbesondere Fleisch - als größtes klimawirksames Instrument in der Lebensmittelwirtschaft angesehen.

Für Verbraucher*innen:
Wir empfehlen daher für Verbraucher*innen eine gesunde und nachhaltige moderne Ernährungsweise. Dabei gehören Vollkornprodukte genauso zum Speiseplan wie viel Obst, Gemüse und Nüsse. Insbesondere heimische Hülsenfrüchte sollten in der Proteinversorgung der Zukunft eine entscheidende Rolle spielen. Wer gelegentlich zu einem Stück Fleisch oder Fleischprodukt greifen möchte, sollte darauf achten, dass die Tiere möglichst extensiv (im Gegensatz zur Massentierhaltung) gehalten werden und viel vom ganzen Tier verwertet wird. Nachhaltig wird der Speiseplan dann, wenn er auch noch aus regionalen, saisonalen und ökologischen Lebensmitteln besteht. Eine gute Quelle für Ideen zu einer gesunden Ernährung, die die Grenzen unserer Erde einhalten, findet man in der Planetary Health Diet.

Für Betriebe:
Für Betriebe empfehlen wir eine möglichst diverse Produktion, eine extensive Nutzung der Flächen und eine regionale Produktion aller Futtermittel. In der Öko-Modellregion unterstützen wir sehr gerne bei allen Projekten rund um die Themen Resilienz, Diversifizierung, Extensivierung und Bio-Regionalvermarktung.

Wir freuen uns über neue Projektideen oder Interesse und Fragen zu bestehenden Projekten.



Kontakt
Viktoria Ocvirk
Rathausplatz 1
85414 Kirchdorf an der Amper

www.kulturraum-ampertal.de
08166 676991

Juli 2022

Region: Kulturraum Ampertal