Hoher Besuch im Paartal

Kaniber: „Bio aus Bayern weiter Schwung verleihen“ - Ministerin überreicht Bayerisches Bio-Siegel an Südstärke

Projekt: Paartaler Speisekartoffeln

Übergabe des Bayerischen Biosiegels an Südstärke von Ministerin Kaniber an Dr. Dick Südstärke, mit am Bild ÖMR- Managerin Kathrin Seidel und Geschäftsführer Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern Pöttmes

Übergabe des Bayerischen Biosiegels an Südstärke
© Bennedikt Frommer

Bio aus Bayern boomt. Und der Freistaat will die heimische Bio-Produktion weiter voranbringen. Wichtige Instrumente dazu sind das Bayerische Bio-Siegel und die Öko-Modellregionen. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat nun offiziell der Südstärke GmbH Schrobenhausen das Bayerische Bio-Siegel überreicht. „Die Nutzung des Siegels wird dem Öko-Landbau weiter Schwung verleihen. Denn mit der Erzeugung von Bio-Kartoffelstärke aus heimischen Kartoffeln schließen wir eine weitere Lücke in der Bio-Wertschöpfungskette und unterstützen unsere Bio-Kartoffel-Anbauer“, sagte Michaela Kaniber in Schrobenhausen. „Kartoffelstärke mit unserem bayerischen Bio-Siegel steht für eine höhere Bio-Qualität und die ausschließliche Verwendung bayerischer Bio-Kartoffeln“, so die Ministerin. Durch das neue Angebot an Bio-Kartoffelstärke mit dem Bayerischen Bio-Siegel erhalten nun viele kleine und große Verarbeitungsbetriebe die Möglichkeit, ihrerseits verarbeitete Bio-Produkte mit dem Qualitäts- und Herkunftsnachweis „Bio aus Bayern“ herzustellen. Michaela Kaniber: „Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserem Ziel, bis 2030 den Öko-Landbau in Bayern auf 30 Prozent zu steigern“.

Das Schrobenhausener Projekt der Bio-Speisestärkeproduktion aus heimischen Kartoffeln ist gemeinsam mit der Öko-Modellregion Paartal und der Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern in Pöttmes entstanden, einer der wichtigen Öko-Kartoffelerzeugergemeinschaften in Deutschland. Auch die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ) steht als Lizenznehmer für das Bayerische Bio-Siegel hinter der Zertifizierung. Das Projekt belegt der Ministerin zufolge auch das Konzept der Öko-Modellregionen: „Dieses Beispiel zeigt, dass man in Sachen Bio-Produktion viel erreichen kann, wenn eine ganze Region an einem Strang zieht.“ Der erfolgreichen Öko-Modellregion Paartal verkündete die Ministerin daher die Verlängerung der staatlichen Förderung um weitere drei Jahre.

Insgesamt gibt es 27 Öko-Modellregionen in Bayern. Sie sind ebenso wie das Bayerische Bio-Siegel wichtige Bausteine des Landesprogramms „BioRegio 2030“. Mittlerweile nutzen über 200 Unternehmen das Qualitäts-Siegel für über 1.100 Produkte, 1.300 Öko-Betriebe nehmen daran teil. Erst vor wenigen Tagen hat eine Untersuchung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft ergeben, dass sich die Öko-Produktion in Bayern in den vergangenen zehn Jahren bereits verdoppelt hat. Insgesamt bewirtschaften im Freistaat derzeit über 11.000 Betriebe rund 380.000 Hektar Fläche nach ökologischen Vorgaben. Allein im vergangenen Jahr haben 400 Landwirte ihren Betrieb auf Öko umgestellt.
Pressemitteilung des Stmelf vom 28.4.2021

29.04.2021

Region: Paartal